Erik Thoma
Singer-Songwriter aus Freiburg im Breisgau


Liedtexte aus "Auf meinem Weg"



Auf meinem Weg

und wir leben in Kulturen

lassen Spuren

auf dem weiten Weg

und wie ein rollender Stein

möchte ich sein

zusamm´n, allein

auf meinem Weg

der nicht grade geht

         

ja, wer ich bin, was ich war

war mir noch nie so klar

und so lauf ich nach Hause

auf meinem Weg

     

und wir machen uns klein

igeln uns ein

vor unserm größten Potential

der freien Wahl

und auch ich jage meine Träume

und versäume

das, was ich schon hab

an diesem Tag

         

doch wer ich bin, was ich war

war mir noch nie so klar

und so lauf ich nach Hause...

    

ein rollender Stein

rollt von allein

dem Boden entgegen

auf ungraden Wegen

ein rollender Stein

weiß von allein

wohin es ihn zieht

        

ja, wer ich bin, was ich war

war mir noch nie so klar

und so lauf ich nach Hause

auf meinem Weg

       


Der Schatten

wird auch die Welt verwelken

der Himmel ist noch da

hör die große Melodie

wo immer du bist, laut und klar

                

nein, ich kann nicht weiter

ohne das einzusehen

   

der Schatten kennt die Liebe nicht

denn Licht ist sein Tod

und das Leben will, dass du es lebst

und es kennt keinen Tod

     

wird auch der Mensch verwelken

der Himmel ist noch da

und weil du da bist und weil ich da bin

ist es wahr, glasklar

     

nein, ich kann nicht weiter

ohne das einzusehn

   

der Schatten kennt die Liebe nicht

denn Licht ist sein Tod

und das Leben will, dass du es lebst

und es kennt keinen Tod

     

doch Worte sind ein schwacher Trost

für die Seele, die brennt

doch lässt du die Gedanken los

gibt es nichts, was dich trennt

     

und so soll es sein

und so soll es sein

   

                          

Freiburg

du bist schon hinter Hinterzarten

lange musst du nicht mehr warten

dann fährst du auch schon durchs Himmelreich

warte ab, du siehst es gleich

durchs lange Littenweiler

gespannt, doch nicht in Eile

fährst du auf der Schwarzwaldstraße

hinein in die grüne Oase

         

Freiburg, Freiburg

vom Gelärme, in deine Wärme

Freiburg...

    

tritt ins Bächle, du wirst dich verlieben

hier wird der Freigeist groß geschrieben

aufgeschlossne, junge Menschen

öffnen sich für neue Grenzen

höre Badisch, fühle dich zuhause

Freiburg schenkt dir eine Pause

ein alter Mann erzählt dir die Geschichte

der Stadt am Fuß der dunklen Fichten

         

Freiburg, Freiburg, komm nach Freiburg

Freiburg, Freiburg, lass alles hinter dir

Streich erklärt es dir, Freiburg

    

nicht nur Vauban klingt hier etwas Französisch

der Flair ist hier nicht ungewöhnlisch

SC Freiburg, talentierte Spieler

nie wieder zweite Liga

und überall junge Familien

der Kindertraum Badisch-Sizilien

zahl ein Königreich für eine Wohnung

der Dreisamschatz ist die Belohnung

           

Freiburg, Freiburg, komm nach Freiburg

Freiburg, Freiburg, vom Gelärme

In deine Wärme, Freiburg

    

du ziehst mich an in deinen Bann

Freiburg, Freiburg, find dein Glück hier

Streich erklärt es dir, Freiburg

    

belächelt unten in der Ecke

doch Freiburg ist die wärmste Decke

     


Saigon

gib mir die Hand und wir reisen fort

lass uns gehen an einen andren Ort

zu den Ruinen von Athen

Koloss von Rhodos wirst du mich sehn?

riech den Lavendel der Provence

fall mit Sufis der Türkei in Trance

schwimm mit dem Monster von Loch Ness

halt in Kairo Pyramiden fest

         

oder steh hier und sehe du bist

ein Teil von alldem

   

Gib mir die Hand auf und davon

wir durchwandern die Wälder vor Saigon

von Sydney nach Perth durchs weite Outback

kühl dich ab von Vancouver bis Quebec

trink einen Tee im Himalaya

auch in den Alpen ist die Luft so klar

der Amazonas ist dir zu lang

fang`n wir doch mit der Dreisam an

         

oder steh hier und sehe du bist

ein Teil von alldem

   

wir reisen im Zickzack weiter

drehn mit der Erde, wenn wir scheitern

Wir reisen im Zickzack weiter

drehn mit der Erde, wenn wir scheitern

     

oder steh hier und sehe du bist

oder steh hier und sehe du bist

   

ein Teil von alldem teil von alldem

ein Teil von alldem teil von alldem

                             


Terror um die Welt

Terror um die Welt

für einen Gott bestellt

kein Gott, der ihn aufhält

oh Gott...

     

der nahe Osten fern in Sicht

stehn wir vor Gericht

hass steigt ins Gesicht

was schlichtet ihn?

     

ich leg die Rüstung hin

ich werf die Mauer hin

   

Panik wird entfacht

durch Medien groß gemacht

und die Welt wird überwacht

Alles... doch...

     

was man bekämpft, das bleibt bestehn

Zyankali und Arsen

das Schwelgen im Problem

vergiftet mich

     

ich leg die Rüstung hin

ich werf die Mauer hin

   

wenn Fäuste ballen

wenn Bomben hallen

du suchst nach Haltung

wenn Menschen fallen

wenn Fäuste ballen

Bomben hallen

Was hilft am meisten dann?

        

leg die Rüstung hin

wirf die Mauer hin

dass wir nicht flüchtig sind

gib es auf mein Kind

                       


Sitting Bull

Junge, lauf, werde groß

gib nicht auf, lass nicht los

setze deine Ahnen fort

Junge, du kennst die Gefahr

du selbst zu sein, es ist wahr

alles hängt an einem seidenen Faden

       

Ja, alles, was du so denkst

hält dich nur auf

was du weißt, was du brauchst...

    

nichts spricht so laut

nichts spricht so leis

wie dein Herz

    

Junge, hinter dir dein Dorf

dein Gesicht bemalt mit braunem Torf

und der Schlamm der Erde kommt bald dazu

geh auf die Jagd in der Prärie

beschütz dein Dorf, doch vergiss nie

alles atmet doch dieselbe Luft

       

ja, nur, in deiner Furcht

zeigt sich dein Mut

und so gehst du hindurch

    

denn nichts spricht so laut

nichts spricht so leis

wie dein Herz

    

nichts spricht so laut

nichts spricht so leis

wie dein Herz

    

doch alles zu seiner Zeit

erwachse, werd groß

und Junge, werd frei

    

denn nichts spricht so laut

nichts spricht so leis

nichts spricht so laut

wie dein Herz

denn nichts spricht so laut

nichts spricht so leis

nichts spricht so laut

wie dein Herz 

           


Heute Nacht

Guten Tag, ich stell mich dir doch ganz höflich vor

doch du stellst dir mich als Raubtier vor

es flüstert dir nur dummes Zeug ins Ohr

    

meine Finger tummeln sich in deinen Haarn so gern

ich mag den Duft deiner Haare sehr

und deinen Blick, der mich geduldig sein lehrt

    

denn du lenkst und denkst

wo führt das nur hin?

was will dieser Mann, was hat er im Sinn?

du lenkst und denkst

wo führt das nur hin?

Ich weiß es selber nicht

       

deine Haut, oh deine Haut im Mondenschein

ich schenke dir doch nur reinen Wein ein

ich genieße das Zusammensein hier und jetzt

    

mit der Lust fließen, nein, nein, das gehört sich nicht

das steht schon gar nicht einer Frau gut zu Gesicht

ich find bei deinem fällt das nicht ins Gewicht

    

doch verliebt, verlobt, verheiratet sein

du buchtest ihn lieber jetzt schon mal ein

verliebt, verlobt, verheiratet sein

wer weiß... Doch nicht heute Nacht

     

Heute Nacht...

Heute Nacht...

Heute Nacht...

    

du und ich

hier und jetzt mehr weiß ich nicht

hier und jetzt mehr weiß ich nicht

also bitte, bitte, frag noch nicht

     

sehn wir uns morgen?

                   


Ich lauf nicht weg

die Sonne ging im Osten auf

im Schatten großer Wolken

nimmt sie ihren Lauf

und sie brennt und sie rennt

durch jedes Haus

      

jede Erfahrung ist ein Meer

wo trägt es mich hin?

wo komm`n dich Schiffe her?

Fragen bleiben da

nicht wahr?

      

doch ich lauf nicht weg

und ich lasse alles los

   

was ist Liebe?

diese peinliche Liebe?

ich siege

wenn ich liebe

     

du hast dein Leben lang gesucht

nach Worten, die bleiben

Sinn in deinem Buch

höre auf, höre auf

höre zu

      

lauf nicht weg

und lasse alles los

lauf nicht weg

und lasse alles los

     

was ist Liebe?

diese peinliche Liebe?

ich siege

wenn ich liebe

     

ich lauf nicht weg, ich lasse alles los

keine Erfahrung ist zu groß

   

und ich seh, ich seh dich

und du siehst, du siehst mich

und wir sehn und wir sehnen uns

    

nein, ich lauf nicht weg

ich lauf nicht weg

was ist Liebe?

nein, ich lauf nicht weg

     


Der Papst und der Imam

und der Papst sagt: Folg dem Herrn!

und der Imam ruft: Folg Allah!

das ist göttlich, das ist Sünde

hör was ein Kirchenmann dir sagt..

     

ich hör nicht auf all diese Dinge

ich hör wie ich singe

und ich fühle: es ist wunderbar

    

woran sich halten, welche Werte

in der verrückten, großen Welt?

ich verlass die äußeren Gesetze

spür, was im Inneren mich hält

     

denn ich glaub nur an die fühlbaren Dinge

ich hör wie ich singe

und ich fühle: es ist wunderbar

    

lass mich in mir wohnen

ohne Illusionen

   

doch wir Menschen fragen...

 

gibt es Gott?

wer ist Gott?

wo ist Gott?

wie ist Gott?

Warum lässt Gott all das zu?

      

gibt es Gott?

wer ist Gott?

wo ist Gott?

wie ist Gott?

ist Gott nicht alles? Einfach alles?

      

Alles und nichts

                       


Ich lebe

deine Gedanken rennen

Gefühle brennen

steigen in der auf

und dein Lebenslauf

löst sich auf

        

gib du nichts mehr siehst

vor dir fliehst

bis du dir vergibst

bis du dich liebst

das Leben liebst

      

das Leben ist ein Traum

das Leben ist ein Traum

unendlich viele Formen

und grenzenloser Raum

     

lass dich mit ihm treiben

nichts wird bleiben

nichts hält dich auf

nichts hält dich auf

dein Wesen auf

      

ich fühl die Erde blühen

Sterne glühen

Sterne vergehn

ich will alles sehn

für immer neu entstehn

      

das Leben ist ein Traum

das Leben ist ein Traum

unendlich viele Formen

und grenzenloser Raum

     

das Leben ist ein Traum

das Leben ist ein Traum

nimm mir all die Lügen

doch lass mir meinen Traum

     

ich lebe

ich lebe

   

das Leben ist ein Traum

das Leben ist ein Traum

unendlich viele Formen

und grenzenloser Raum

grenzenloser Raum...

      


Es wird werden

du wippst vor und zurück

die Frage macht dich verrückt

wo ist all dieses Glück?

gehört dir auch ein kleines Stück?

du hast alles schon gefühlt

hast alles schon gesehn

in deinen Schreckgespenstern

und nun können sie gehen

 

und du hörst einen hellen Ton

in dem keine Tiefe wohnt

der all deine Angst enttrohnt

für den es sich zu leben lohnt

du hast einen Wert

der für immer währt

der die Nebel um dich klärt

und deine Nacht in Morgen kehrt

 

es ist nichts

es wird werden

dir fehlt nur ein kleines Stückchen Mut

du bist jung

du wirst werden

und dann am Ende sagst du gut:

da ist kein Grund voller Angst zu sein

 

Mauern wachsen Stein auf Stein

um alle Menschen groß und klein

sie machen einsam und allein

und hüllen dich mit Sorgen ein

wer nicht kämpft hat schon verlorn

doch wer nie stirbt wird nie geborn

du hast den Faden dort verlorn

doch nun liegt er weiter vorn

 

manche suchen bis sie finden

manche lügen und erblinden

um in Teilen zu verschwinden

anstatt die Teile zu verbinden

du bist arm und du bist reich

das eine Selbst bleibt immer gleich

bleibt immer gleich

 

es ist nichts

es wird werden

dir fehlt nur ein kleines Stückchen Mut

du bist jung

du wirst werden

und dann am Ende sagst du gut:

da ist kein Grund voller Angst zu sein

 

Hoffnung fließt in deinem Atem

auf ihn warten tausend Taten

dürres Feld und Rosengarten

er wird bald ruhig, du musst nur warten

auf Sonnennkraft, die dich befreit

durch bloßes Licht von Dunkelheit

von Dunkelheit

 

es ist nichts

es wird werden

hab nur ein wenig Mut

wir sind da

bis wir sterben

und dann am Ende sagst du gut:

da ist kein Grund voller Angst...

 

da ist ein Grund, um auf der Welt zu sein